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Leopardgeckos
Eublepharis macularius

TerrariumVorwort
Leopardgeckos sind ideale Reptilien für unerfahrene Terrarianer. Diese Tiere verzeihen so manchen Haltungsfehler eines Anfängers und werden bei richtiger Haltung schnell zahm.
Es gibt inzwischen sehr viele verschiedene Farbvariationen. Die Tiere sind nachtaktiv und sind tagsüber eher selten zu sehen bzw. schlafen an ihren Lieblingsplätzen.

Verbreitungsgebiet
Halbtrockene Regionen, von Pakistan bis Nordwest-Indien.

Terrarium
Laut den "Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien" sollte das Terraium für ein adultes Paar 60x45x30 groß sein. Wir halten unsere 1.3 Zucht-gruppe in einem 120x60x60 Terrarium. Im Terrarium sollten keinesfalls zwei Männchen leben, da es dann zu Revierkämpfen kommt. Diese Kämpfe führen zu Verletzungen oder sogar zum Tod eines Tieres!

MännchenTemperatur
An den Sonnenplätzen sollten die Temperatur unter Strahlern bei ca. 40°C liegen. Es ist darauf zu achten, dass ein Temperaturgefälle im Terrarium entsteht. An der kühlsten Stelle sollte die Temperatur bei ca. 20°C liegen. Die Tiere benötigen kühle feuchte Höhlen, in denen sie sich meist tagsüber aufhalten. Nachts sollte eine Temperatur-absenkung auf Zimmertemperatur stattfinden.


Luftfeuchtigkeit

Da die Tiere aus eher trockenen Regionen stammen, sollte die Luftfeuchtigkeit bei ca. 40-60% liegen. Es ist keine Beregnungsanlage notwendig, alle zwei Tage sprühen reicht aus. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass Höhlen und Verstecke immer etwas feuchter gehalten werden.

BeleuchtungWeibchen High Yellow
Für Leopardgeckos ist UV-Licht nicht lebensnotwendig. Normale Lichtquellen reichen völlig aus, zusätzliches UV-Licht schadet aber auch nicht. Für ein 120x60x60 Terrarium sind ein 60 Watt Reflektorstrahler und eine 18 Watt Tageslichtröhre ausreichend.

Ernährung
Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Mehlwürmer, nestjunge Mäuse. Bei zuviel tierischer Nahrung neigen die Tiere zu Verfettung und Trägheit. Frisches Wasser muss immer verfügbar sein.

Geschlechtsunterscheidung
Männchen haben größere Femoral- und Präanaporen und zwei Schwellungen (Hemipenistaschen) an der Schwanzwurzel. Männchen sind kräftiger gebaut als Weibchen und haben einen breiteren Kopf. Die Tiere sollten paarweise oder ein Männchen mit mehreren Weibchen gehalten werden.

WinterruheWeibchen Tremper Albino
Eine Winterruhe von 6-8 Wochen bei ca. 18 °C wirkt
sich positiv auf Gesundheit und Paarungsverhalten aus. Um die Winterruhe einzuleiten wird Licht und Wärme täglich etwas reduziert. Genauso werden Licht Wärme wieder gesteigert um die Winterruhe zu beenden. Während der Winterruhe wird den Tieren nur frisches Wasser zur Verfügung gestellt und nicht gefüttert.

Fortpflanzung
Das Männchen nähert sich dem Weibchen und tastet
es mit Zunge und Schnauze ab. Während der Paarung beißt das Männchen dem Weibchen in den Nacken, um es festzuhalten. Eine Paarung kann mehrmals hintereinander stattfinden. Gesunde Weibchen können bis zu 6 Gelege mit je 2 Eiern pro Jahr hervorbringen.

Eiablage
Es muss ein Platz mit mind. 10cm tiefem feuchtem Substrat zur Verfügung stehen, an dem das Weibchen seine Eier vergraben kann. Der Eiablageplatz sollte geschützt sein und muss immer etwas feucht gehalten werden.

Inkubation
Die Eier müssen nach der Eiablage relativ schnell in mäßig feuchtem Substrat im Inkubator bebrütet werden. Die ca. 8cm langen Tiere schlüpfen bei einer Temperatur von 28°-32°C nach ca. 40-70 Tagen. Bei einer Inkubationstemperatur von unter 29°C ist die Wahrscheinlichkeit für mehr weibliche Nachkommen größer.

JungtiereAufzucht
Jungtiere können anfangs zusammen gehalten werden, die Haltungsbedingungen sind gleich wie bei adulten Tieren. Außerdem müssen die Jungtiere mit Mineralstoffen und Vitaminpräparaten. Futtertiere sollten nur so groß sein wie die Kopfbreite dies Jungtiers. Die Tiere sind je nach Größe mit 12-18 Monaten geschlechtsreif. Das Geschlecht kann man ab ca. 6 Monaten bestimmen. Jungtiere werden relativ schnell zahm, wenn man sie anfangs täglich mit der Pinzette füttert und sie so an die menschliche Hand gewöhnt. Färbung und Muster sehen bei Jungtieren völlig anderst aus wie bei den Elterntieren, verändern sich aber im Lauf der Zeit.