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Großer Madagaskar Taggecko
Phelsuma madagascariensis grandis

VorwortPh.m.grandis
Die Art zählt zu den größten Phelsumenarten. Männchen können bis zu 30cm lang werden, die Weibchen bis 25cm. Beim Hantieren mit dieser Art gilt es zu beachten, dass die Tiere eine sehr dünne, verletzbare Haut haben, blitzschnell sind und bei Gefahr ihren Schwanz abwerfen können. Die Tiere können prinzipiell frei im Zimmer gehalten werden, dies ist allerdings nicht ratsam da es zu viele Gefahren-quellen im Haushalt gibt. In einem Terrarium sollte immer nur ein Paar gehalten werden.

Verbreitungsgebiet
Nördliches und östliches Madagaskar auf glatten Stämmen und Blättern. Kein Bodenbewohner!

Terrarium
Laut den "Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien" sollte das Terraium für ein adultes Paar 90x90x120 groß sein. Wir halten unser subadultes Männchen derzeit in einem 60x50x80 Terrarium.
Paare sollte man nicht wieder trennen wenn sie sich gefunden haben.

Terrarium Temperatur
An den Sonnenplätzen sollte die Temperatur punktuell bei ca. 35°-40°C liegen. Es ist darauf zu achten, dass ein Temperatur-gefälle im Terrarium entsteht. Die Normal-temperatur liegt bei 26°C. Nachts sollte eine Temperaturabsenkung auf ca. 20°-22°C stattfinden.

Luftfeuchtigkeit
Da die Tiere aus feuchteren Regionen stammen, sollte die Luftfeuchtigkeit bei
60-80% liegen. Eine Beregnungsanlage ist praktisch, aber nicht unbedingt notwendig, tägliches Sprühen reicht aus, um die Luftfeuchtigkeit zu halten.

Beleuchtung
Die Tiere benötigen sehr viel Licht, eine
UV-Lichtquelle ist lebensnotwendig!
Wir haben in einem 60x50x80 Terrarium eine 23 Watt UV-Energisparleuchte, einen Reflektorstrahler 60 Watt und eine Tageslichtröhre mit 18 Watt installiert.


Ernährung

Insekten (Grillen, Heimchen, Heuschrecken etc.), Blüten,süße Früchte, süßer Fruchtbrei, Honig.
Da die Tiere in freier Natur den Nektar von Blüten lecken, mögen sie sehr gerne Fruchtbrei und Honig.
Ausgewachsene Tiere sollten nur 2 Mal wöchentlich gefüttert werden, da sie sehr schnell verfetten.

Geschlechtsunterscheidung
Die Männchen besitzen kegelförmige Femoralporen und einen breiteren Kopf, sowie eine kräftigere Farbe als die Weibchen. Bei den Weibchen sind am Hinterkopf Kalksäckchen erkennbar, die aber in der Stärke variieren können.

FortpflanzungPh.m.grandis
Das Männchen umwirbt das Weibchen mit seitlich zuckenden Kopfbewegungen. Dann beißt es sich im Nacken des Weibchens fest und die eigentliche Paarung erfolgt. Trächtige Weibchen benötigen mehr Kalzium als andere Tiere und nehmen auch zur Verfügung gestellte Sepiaschale an.

Eiablage
Ca. 1 Woche vor der Eiablage stellen die Weibchen das Fressen ein. Als Eiablageplatz werden gern hohle Bambusröhren genutzt. Meistens werden zwei, manchmal nur ein Ei gelegt. Die Eier kleben oft aneinander und sollten nicht voneinander getrennt werden.

Inkubation
Bei der Entnahme der Eier aus dem Terrarium muss nicht darauf geachtet werden, dass die Eier nicht bewegt werden. Bei einer Inkubationstemperatur von 28°C schlüpfen die Jungtiere nach ca. 65-70 Tagen und häuten sich dann sofort zum ersten Mal.

Aufzucht
In den ersten Wochen nehmen die Tiere noch keinen Fruchttbrei an und sollten mit Fruchtfliegen oder kleinen Grillen gefüttert werden. Die erste Nahrung wird 2-3 Tage nach dem Schlupf aufgenommen. Nach dem Schlupf sollten die Jungtiere in ein kleineres Terrarium überführt werden. Vitamine und Mineralstoffe sind für die Aufzucht sehr wichtig! Nach ca. einem halben Jahr beginnen die Männchen anderen Männchen gegenüber Aggressionsverhalten zu zeigen und sollten spätestens dann getrennt werden.